Die Chronik

Esstische wurden zu Tischtennisplatten
Die Geschichte des TTF Rhenania Königshof

"Ping-Pong" wird das Spiel mit dem kleinen, weißen, gerade mal 2,5 Gramm schweren Ball gerne genannt, das "Tennis des kleinen Mannes". Auch wenn der ernsthafte Tischtennissportler bei solchen Beschreibungen den Frevler oft empört anschaut, trifft dieser lautmalerische Name doch den Charakter dieses Sportes. Und mit etwas Einfallsreichtum konnten sich vor kurz nach dem Krieg, genau vor 50 Jahren, sogar eine handvoll Lehrlinge diesen Sport leisten...
1950
Im Oktober 1950 produziert VW den 100.000 sten Käfer, der Wiederaufbau ist im vollen Gange. Nach dem Krieg gibt es keine Sportstätten mehr, kaum eine Turnhalle, die unversehrt ist. Zwar sind die Mitglieder der Königshofer Pfadfinderschaft stimmgewaltig im Kirchenchor aktiv, aber Sportmöglichkeiten gibt es kaum. Und so sind die jungen Königshofer etwas ratlos, wo sie ihre sportliche Energie ausleben können - und viel Geld darf es auch nicht kosten.
Einige Königshofer Jungen haben schon beim ESV, dem Eisenbahner Sportverein, ins Tischtennisspiel hinein geschnuppert und beschlossen, diesen Sport in Königshof einzuführen. Improvisation ist Trumpf, und so scheren sich Friedel Steffen, Helmut Müller, Rudolf Pfennings, Hans Schäfer, Karl-Heinz Ernst und Johannes Jörissen nicht um solche Kleinigkeiten wie fehlende Tischtennisplatten, Netze und Bälle. Mit jugendlicher Energie stellen sie vier Esstische aneinander, spannen ein Netz und schon fliegt der kleine Ball durch den Keller des Pfarrheims. Es dauert nicht lange, bis sich die Jungen dazu entschließen, einen Tischtennisverein zu gründen: Am 1. Oktober 1950 sieht der neue Verein unter dem Namen Tischtennis-Freunde Königshof (TTF) das Licht der Welt. Ihre enge Anbindung an das Christentum dokumentieren die Sportler mit dem Motto: "Nicht nur gute Sportler heranzubilden, sondern erst recht brauchbare junge Christen fürs Leben!" Der erste Vorsitzende Hans Krüppel spielt übrigens nie Tischtennis, hilft aber als Onkel von Johannes Jörissen den jungen Königshofern gerne, die Bedingungen für die Eintragung ins Vereinsregister zu erfüllen. Als geistlichen Beistand können die jungen Sportler Kaplan Milz gewinnen.
Der Beistand half: Schon im ersten Jahr der Zugehörigkeit zum Westdeutschen Tischtennisverband gelingt der 1. Mannschaft verlustpunktfrei der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Man spielt noch im Saal des Jugendheims Herz Jesu, und oft kommen nach dem Sonntagsgottesdienst die Zuschauer scharenweise zum Meisterschaftsspiel. Auch im Pokal gewinnt die 1. Mannschaft das Endspiel in Lindental und wird Pokalsieger. Im kommenden Jahr gelingt der Durchmarsch in die Bezirksklasse.
Diese Erfolge kommen nicht von ungefähr, sondern sind das Ergebnis harter ehrenamtlicher Arbeit. Bei der Beschaffung ordnungsgemäßer, vom Tischtennisverband genehmigter Platten tut sich zum Beispiel Geschäftsführer Johannes Jörissen hervor. Später kümmert sich Zeugwart Heinz Bremus vorbildlich um das Spielgerät, Präsenz Kaplan Milz hilft in finanzieller Hinsicht und Herbert Femers achtet als Kassierer auf die Einnahmen und Ausgaben. Als Beisitzer fungieren Friedel Steffen und Willi Dennisen, Josef Naebers übernimmt den Posten des Sozialwartes.
Der sportliche Höhenflug setzt sich fort. Der Jugendliche Friedhelm Buscher wird 1956 dreifacher Kreismeister im Einzel, Doppel und Mixed und ist damit erfolgreichster Teilnehmer. Nach und nach können die Königshofer den Vorsprung des Traditionsvereins Preußen Krefeld verringern.

1956 feiert Konrad Adenauer sein siebtes Kanzlerjahr. An der Wilhelmstraße wird eine neue Turnhalle fertiggestellt, die Winand-Teusch-Halle. Da der aufstrebende Verein in der alten Spielstätte, dem Saal des Jugendheims, aus allen Nähten platzt, wählt man die Halle als neue Trainings- und Spielstätte. Mit viel Eigeninitiative und Hilfe der Stadt Krefeld wird die Halle im Laufe der Jahre zu einer der schönsten Tischtennishallen Krefelds ausgebaut. Besonders die hervorragenden Lichtverhältnisse und der federnde Holzboden erleichtern den sensiblen Sportlern den Wettkampf.
Besonderen Wert legen die Königshofer auf die Geselligkeit. Vom damaligen Stiftungsfest berichtet Vereinschronist Josef Naebers 1957: "Ein kleines Programm, mit Gesangsvorstellungen von Frl. Hilde Junkermann und Heinz Stoffels, mit einem Auftritt der "Vier Nudelberger" von der GKG 1878 und mit einer Einlage von H. Dittges fand überall Zustimmung".

1960 wird zum bis dahin erfolgreichsten Jahr des jungen Vereins. Beim Samt- und Seidenturnier des TTC Blau-Weiß Krefeld holen sich die Königshofer den Seidenpokal, Manfred Bieda und Horst Hannappel erringen den Heinrich-Heinzen-Gedächtnispokal und Wolfgang Scherder bingt den Titel des Kreismeisters ins Vereinslokal Welters. Überschattet wird dieses sportlich erfolgreiche Jahr vom plötzlichen Tod des Vorsitzenden Hans Krüppel. Vereinswirt Peter Welters wird auf der folgenden Jahreshauptversammlung zum Nachfolger gewählt.

1963 wird John F. Kennedy in Dallas erschossen. In den Annalen des Vereins taucht zum ersten Mal ein Name auf, der seit fast 50 Jahren für die sportlichen Erfolge des Vereins steht: Horst Reinhart. Auch heute noch ist der vielfache Vereinsmeister als Spitzenspieler der 1. Mannschaft immer für einen Titel gut und schneidet in jeder Saison positiv ab. Die gute Jugendarbeit von Gilbert Brychcy trägt Früchte, denn Horst Reinhart kann 1962 erneut den Kreismeistertitel nach Königshof holen, und auch im Doppel ist er an der Seite von Friedhelm Buscher erfolgreich. In der Herren B-Klasse siegt Gilbert Brychcy, bei den Damen Ulla Blum und im Damendoppel gewinnen Margret Schmitz und Resi Bremus, geb. Thelen. Friedhelm Buscher fügt der Titelsammlung des TTF im gleichen Jahr sogar den Bezirksmeistertitel hinzu. Die Damenmannschaft steigt in der Besetzung Ulla Blum, Helga Aretz, Resi Thelen, Margret Schmitz und Annegret Brychcy in die Bezirksliga auf. Auch die 1. Jugend schafft im ersten Spieljahr gleich den Aufstieg in die 2. Kreisklasse.

1965 schießen die Russen den ersten Menschen ins All, und die 1. Mannschaft startet durch in Richtung Verbandsliga. Damit gehörte der TTF in der Aufstellung W. Fabel, W. Scherder, M. Steeger, H. Reinhart, F. Busch und K.H. Ernst zu den 60 besten Mannschaften der Bundesrepublik. Die modernen Gummibeläge, die das heutige schnelle, Effet- und variantenreiche Spiel ermöglichen, haben sich durchgesetzt. Nur K.H. Ernst spielt in der Aufstiegsmannschaft noch mit einem "Brettchen". Damit sind die Tage der selbst gebastelten, mit Kork, Linoleum oder Sandpapier belegten Sperrholzschläger der frühen Nachkriegsjahre gezählt.

1968 betritt mit Neil Armstrong der erste Mensch den Mond mit den Worten: "Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Menschheit." Den bis heute größten Schritt in der Vereinsgeschichte schaffen die Königshofer. Von neun gestarteten Mannschaften steigen gleich drei auf. Die 3. Mannschaft wird mit 41:3 Punkte Meister der 1. Kreisklasse und steigt so in die Bezirksklasse auf. Die 5. Herrenmannschaft schafft auf Anhieb den Sprung in die 2. Kreisklasse, während die 1. Damen in die Landesliga aufsteigt.

1970 Mit einer Neuerung beginnen die 70er Jahre: Auf der Jahreshauptversammlung 1971 beschließen die Mitglieder, künftig den Namen TTF Rhenania Königshof 1950 zu tragen. Als Gegenleistung verpflichtet sich die Brauerei zu einem jährlichen Zuschuss. Gleichzeitig werden die bisherigen gelb-schwarzen Trikots durch Rhenania-grüne Shirts ersetzt.
In den folgenden Jahren erreicht der TTF seinen sportlichen Zenit: In der Aufstellung H. Borowicz, H. Reinhart, W. Scherder, H. Maciejak, H.-J. Kleinlosen und F. Fabel gelingt der Aufstieg in die Oberliga West, heute vergleichbar der 2. Bundesliga. Ein Jahr später, 1973, stolpert Präsident Nixon über die Watergate-Affaire und in Königshof ist die National–mannschaft Perus zu Gast. Das Freundschaftsspiel gegen die Südamerikaner gewinnen die Königshofer überlegen mit 11-3.

1974 wird Deutschland Fußballweltmeister, zwei Jahre später muss der TTF der Oberliga Adieu sagen. Auch die 2. Herren muss die Landesliga verlassen. Schon vorher hatte sich der Vorstand darauf geeinigt, keine Spielergehälter zu zahlen, ein Grundsatz, den der Verein auch heute noch hochhält. Schon damals nimmt man bewusst in Kauf, dass damit die Rückkehr in höhere Spielklassen bis auf weiteres versperrt sein wird.

1979 wird der christlich gesinnte Jimmy Carter Präsident der USA. Einen ganz besonderen Erfolg erringen auch die Rhenanen in der Jugendrangliste: Mit Klaus Aengenvoort, Ulrich Thol, Peter Naebers, Jörg Drobeck und Raimund Rzytki belegen fünf Königshofer die ersten fünf Plätze. Ein beispielloser Beleg für die sehr gute Jugendarbeit von Horst Reinhart, der sich nach diesem Erfolg aus der Vorstandsarbeit zurückzieht.

1982 kann sich die 1. Herren zum letzten Mal den Klassenerhalt in der neu geschaffenen Oberliga sichern, während die 1. Damen in der Aufstellung T. Totten, H. Aengenvoort, W. Overmanns, G. Schmitten und B. Müller mal wieder den Aufstieg in die Oberliga schafft. Leider überschattet der völlig unerwartete Tod von Gilbert Brychcy diese erfolgreiche Saison. Er hatte jahrelang sportlich geglänzt, auch als Jugendwart viel Arbeit in den Verein investiert und vor allem jüngeren Spielern als sportlich faires Vorbild gedient. Er hinterlässt eine große Lücke im Verein.
In den 80er Jahren feiert die viel gescholtene deutsche Popmusik mit der "Neuen Deutschen Welle" und Titeln wie "Wir steigern das Bruttosozialprodukt" ein Comeback. Auch für die Königshofer bedeuten die 80er Jahre einen Umbruch, leider in sportlich negativer Hinsicht. Durch den Verzicht auf Spielergehälter kann man bei der zunehmenden Kommerzialisierung des Breitensportes in den oberen Klassen nicht mehr Schritt halten.

1990 fällt die Mauer und Deutschland wird zum dritten Mal Fußball-Weltmeister. Sein 40jähriges Bestehen feiert der Traditionsverein mit diversen Aktionen. Eine Ausstellung im damaligen Vereinslokal Welters und im Pfarrheim Herz Jesu mit Bildern und Dokumenten des Vereins zieht viele Zuschauer an. Eine Sportwoche mit den Vereinsmeisterschaften, spannenden Wettkämpfen zwischen der Oberligamannschaft von 1974 und der aktuellen 1. Herren (die alten Herren gewann), und einem Spiel zwischen den Veteranen von Blau Weiß und dem TTF sind ein voller Erfolg. Auch ein Wettkampf mit Leipziger TT-Mannschaften steht auf dem Programm.
Die deutsche Einheit ist seit dem Fall der Mauer ein besonderes Anliegen des Vereins. Schon 1990 wird die BSG Leipzig Partnerverein des TTF, seit 1992 trifft man sich zudem mit dem ostdeutschen Verein Beeskow zu sportlichen Wettkämpfen und tollen Feiern.

1991 kommt es zur Invasion Kuwaits durch den Iran und damit zum Golfkrieg. Die Tischtennisfreunde verzeichnen ein erfolgreiches Jahr. Das Glanzlicht setzen dabei die 1. Damen, die in der Aufstellung R. Lindner, D. Günther, U. Kompernaß, M. Tusch und Sundergeld in die Bezirksklasse aufsteigen. Bei den Vereinsmeisterschaften setzen sich Roswitha Lindner und Detlef Abraham durch. Bei den Senioren-Kreis- und Bezirksmeisterschaften stellten Roswitha Lindner und Horst Reinhart ihre Vorherrschaft unter Beweis und räumten 9 Titel im Einzel, Doppel und Mixed ab.

1992 erblickt der 5.200.000.000ste Mensch das Licht der Welt, 163 davon sind Mitglieder im TTF Rhenania Königshof. Leider können weder die 1. Damen noch die 2. Herren die Bezirksklasse halten. Bei den Seniorenmeisterschaften sind Roswitha Lindner und Horst Reinhart wieder mehrfach erfolgreich. Außerdem besucht der Partnerverein SV Preußen Beeskow Krefeld und zeigt sich begeistert von unseren Traingsmöglichkeiten. Sehr erfreulich ist das Wiederaufleben des Heimatblattes „Fischelner Woche“, das den Tischtennisfreunden mit einer wöchentlichen Kolumne die Möglichkeit bietet, den Verein in Fischeln bekannter zu machen.

1993 findet der Verein mit der Gaststätte „Zum Krater“ einen neuen Treffpunkt, der an allen Spieltagen geöffnet ist und so wieder ein echtes Vereinsleben ermöglicht. Nach 32 Jahren Zugehörigkeit zur Verbandsebene steigt die 1. Herrenmannschaft in diesem Jahr aus der Landesliga ab. Dies ist auch eine Folge des Entschlusses, keine Spielergehälter zu zahlen, wodurch immer mehr talentierte Spieler zu zahlungskräftigeren Vereinen abwandern. Immerhin steigt die 1. Damen nach dem vorjährigen Abstieg aus der Bezirksklasse in der Besetzung R. Lindner, F. Nawrocki, D. Gerdts, U. Kompernaß, A. Knur, Müller und K. Lindner direkt wieder auf. Vereinsmeister werden erneut Detlef Abraham und Roswitha Lindner. Der „Rhenania Express“, die beliebte inoffizielle Vereinszeitschrift, wird von Jugendlichen unter der Obhut von Robert Reibel ins Leben gerufen.
Um den negativen Trend im sportlichen Bereich zu stoppen, entschließt sich der Vorstand dazu, einen bezahlten Trainer für den Jugendbereich einzustellen. Der erste Trainer wird Jürgen Schmicker, der mit dem A-Trainerschein auch Bundesligamannschaften trainieren darf.

1994 schafft die 1. Herren mit D. Abraham, J. P. Reuter, K. Bremus, H. Reinhart, B. Ernst und K. Aengenvoort den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga. Dabei gelingt Altmeister Horst Reinhard gegen den Uerdinger Magino ein Kuriosum: Er gewinnt einen Satz 21:0, eine Seltenheit auf Bezirksebene. Auch die 2. Herren kann nach 2 Jahren in der Kreisliga wieder die Bezirksklasse erreichen. Leider schafft es die 1. Damen erneut nicht, die Klasse zu halten und steigt in die Kreisliga ab. Dafür ist der TTF Rhenania bei den Kreismeister-schaften mit 10 Titeln extrem erfolgreich. Roswitha Lindner und Horst Reinhart holen in der Seniorenklasse alle Titel, Klaus Aengenvoort gewinnt die Herren B-Klasse, Roswitha Lindner mit Burkhard Ernst das Mixed der B-Klasse und das große Talent Diana Fromme siegt im Doppel der Schülerinnen B.
Horst Reinhart stellt im Meisterschaftsspiel gegen Sevelen einen Rekord für die Ewigkeit auf. Der damals 54jährige spielt sein 750. Meisterschaftsspiel hintereinander – somit hat er seit 34 Jahren kein einziges Spiel der 1. Herren verpasst. Seit 1960 trägt er zum Aufstieg aus der Bezirksklasse bis in die Oberliga, der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse, bei und sorgt durch seine exzellente Jugendarbeit für die Ausbildung solcher Talente wie der Aengenvoort und Naebers-Brüder, Ernst, Rzytki, Drobeck und vielen anderen bei. Sein Einsatzwille, seine Fitness und seine Defensivkünste lassen ihn in einem Alter, in dem andere abends friedlich vor dem Fernseher dösen, packende Spiele auf allerhöchsten Niveau führen.

1995 ist ein gutes Jahr für den Verein. Keine Mannschaft steigt ab, zwei Mannschaften gelingt der Aufstieg. Die 1. Damen schafft den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse, während die 1. Herren nach dem Weggang von Jean-Pierre Reuter erst im vorletzten Spieltag den Verbleib in der Landesliga sichern kann. Erfreulich ist auch der Aufstieg der 3. Herren, die in der Aufstellung F. Kranen, M. Nagell, K.-H. Dlutzak, R. Hannappel, A. Plückhahn, R. Harkness und St. Hennes in der 1. Kreisklasse den Spitzenplatz erreichen. Die Seniorinnen holen sich mit 14:2 Punkten den Kreismeistertitel und belegen bei den Bezirksmannschaftsmeisterschaften den zweiten Platz.

1996 werden die ersten BSE-Fälle bekannt. Eine andere Seuche haben die Herrenmannschaften, denn sowohl die 1. als auch die 3. Herren müssen absteigen. Mit einer miserablen Doppelbilanz von 6:24 in der Rückrunde kann das Team zum zweiten Mal nach der Saison 93/94 die Landesliga nicht halten. Da Detlef Förster seinen Wechsel nach Willich ankündigt, ist klar, dass der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga unmöglich werden würde.
Erfreulicher ist das Abschneiden der 1. Damen. Als Aufsteiger gestartet gelingt der Mannschaft mit der neuen Spitzenspielerin Hildegard Schulz der Durchmarsch in die Bezirksliga. Aufgrund der ausgezeichneten Einzelbilanzen (Schulz 14:1, Lindner (39:10, Glaum 31:8, Busch 32:7, Nawrocki 24:8) bleibt die Mannschaft dabei ungeschlagen. Tolle Erfolge feiern Roswitha Lindner und Horst Reinhart, die sich für die westdeutschen und sogar die deutschen Meisterschaften qualifizieren. Roswitha Lindner belegt dort gemeinsam mit der Berlinerin Thiel einen hervorragenden 3. Platz im Mixed. Herausragend ist auch der Erfolg der Königshofer beim Bayer Frühjahrsturnier, wo man den Wanderpokal für den erfolgreichsten Klub erringt.

1997 erweist sich der Tod von Lady Di als medienwirksamer, als der Tod von Mutter Theresa. Im gleichen Jahr sahnen bei den Kreiseinzelmeisterschaften vor allem die Senioren und Seniorinnen des TTF ab: Insgesamt 7 Titel gehen an Rhenania – bei den Senioren siegen Schmitten, Reinhart, Lindner und U. Kompernaß. Ernst und Glaum beherrschen die B-Klasse und sichern die Meisterschaft sowohl in der Damen- als auch der Herrenkonkurrenz. Bei den Bezirkseinzelmeisterschaften setzen sich Roswitha Lindner und Horst Reinhardt in den Seniorenklassen durch.
Eine Wachablösung gibt es bei den Vereinsmeisterschaften. Roswitha Lindner muss nach 10 Einzeltiteln in Folge den Titel Hildegard Schulz überlassen. Auch bei den Herren wird nach dem Weggang des dominierenden Spielers der letzten Jahre, Detlef Förster, ein Nachfolger gesucht. Als Kronprinz erweist sich Klaus Bremus, der in einem packenden Finale Burkhard Ernst im zweiten Spiel bezwingt.

1998 wird Frankreich sensationell Fußball-Weltmeister im eigenen Land. Auch die Tischtennisfreunde Königshof feiern glanzvolle Erfolge. Die 1. Damen schafft im zweiten Anlauf in der Besetzung H. Schulz, B. Glaum, R. Lindner, A. Busch, F. Nawrocki als Tabellenerster den Aufstieg in die Landesliga. Die 3. Herren steigt erneut in die Kreisliga auf. Michael Nagell schafft dabei das Kunststück, die ganze Saison ohne Einzelniederlage zu bleiben. Die 4. Herren schafft den Aufstieg aus der 2. In die 1. Kreisklasse ebenso wie die 6. Herren den Sprung in die 2. Kreisklasse. Bei den Kreis- und Bezirkseinzelmeisterschaften gibt es erneut gut Ergebnisse. Durch einen tollen 3. Platz bei den Westdeutschen Senioren-meisterschaften qualifiziert sich Horst Reinhart sogar für die Deutschen Meisterschaften. Roswitha Lindner gelingt das Kunststück, zum 3. Mal in Folge den WTTV Senioren-Cup zu gewinnen.
Aus Geldnot zieht sich Krefeld wie auch andere Kommunen immer weiter aus dem Breitensport zurück. Das ergibt neue Chancen aber auch Risiken für die Vereine, die immer mehr Verantwortung, zum Beispiel für die Spielstätten übernehmen müssen. Deshalb beschliessen die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung, den Verein in einen „eingetragenen Verein“ zu wandeln. Damit haften in Zukunft nicht mehr die Vorstandsmitglieder persönlich, sondern der Verein als juristische Person.
wird Gerhard Schröder Bundeskanzler und löst damit die Regierung Kohl nach 16 Regierungsjahren ab. Nach 15 Jahren als Vorstandvorsitzender stellt sich Karl-Heinz Ernst ebenso wie der langjährige Geschäftsführer Ulrich Lauffs nicht mehr zur Wiederwahl. Mit der Wahl von Burkhard Ernst zum Vorstandsvorsitzenden und Michael van der Meulen zum Geschäftsführer verordnet sich der Verein eine Verjüngungskur. Komplettiert wird der Vorstand durch die Wahl von Frank Kranen zum Sportwart. Neue Beisitzerin wird Barbara Glaum, neuer Pressewart Stefan Lützel.

1999 Beim Internationalen Aachener Tischtennis Cup erreicht Robert Reibel durch einen Finalsieg gegen Torben Glittenberg den 1. Platz. Torben Glittenberg tröstet sich an der Seite von Stefan Lützel mit einem Sieg in der Doppelkonkurrenz. Horst Reinhart qualifiziert sich erneut für die Deutschen Seniorenmeisterschaften, scheidet aber leider schon in der zweiten Runde aus.

2000 Jahrtausendwende. Alle Welt hat diesem Moment entgegen gefiebert. Ein paar Stimmen in Florida machen George W. Bush zum Präsidenten der USA. Deutlich souveräner wird Burkhard Ernst Vorsitzender des Kreises Krefeld und unterstreicht hiermit das Engagement des Vereins über die eigenen Grenzen hinaus.
Der TTF Rhenania Königshof wird 50!!! Dieses Ereignis prägt das ganze Jahr 2000.
Im Rahmen einer Sportwoche messen sich die Mannschaften des Vereins mit befreundeten Teams. Mit von der Partie sind auch zwei Mannschaften vom Partnerverein SV Preußen Beeskow. Den Abschluß bildet neben den Vereinsmeisterschaften ein Senioren Einladungsturnier.
Für ihr langjähriges Engagement im Verein und in Gremien auf Kreis- und Bezirksebene wird auf der Feier, die im Rahmen des Jubiläums zelebriert wird, Rolf Hannappel, Heinz-Theo Schmitten und Burkhard Ernst der Bezirksehrenbrief verliehen, eine Auszeichnung, die nur den wenigsten Spielern und Funktionären zuteil wird.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres ist für den Verein die Ausrichtung der Kreismeisterschaften in der Glockenspitzhalle. In detailgetreuer Kleinarbeit hat sich das Team um Andreas Plückhahn und Burkhard Ernst schon Monate vor dem Turnier intensiv mit den Vorberei-tungen beschäftigt. Wochenlange Arbeit und viel Einsatz der Beteiligten führen letztend-lich zu einem großen, erfolgreichen Turnier, an dem knapp 300 Aktive teilnehmen.

2001 Wenn man an das Jahr 2001 denkt, fällt einem unweigerlicht der 11. September ein, ein Datum, das wohl in die Geschichte eingehen wird.
Für den TTF Rhenania verläuft die Saison 2000/2001 glimpflicher als befürchtet. Einziger Absteiger ist nach jahrelanger Zugehörigkeit in der Bezirksklasse die 2. Herren, die aber den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt.
Im Vorstand erkennt man die Probleme im Schüler- und Jugendbereich. So wird in dem Jahr ein Schnupperkurs mit großem Erfolg angeboten. Dennoch können die Nachwuchsprobleme dadurch nicht engültig gelöst werden und verfolgen den Verein auch in den Folgejahren. Erfreulich ist allerdings, dass mit Jörg Pasch in diesem Jahr ein „Eigengewächs“ Vereinsmeister wird.

2002 Dresden steht unter Wasser – und der Rhenania Brauerei selbiges bis zum Hals. So kommen Diskussionen auf, ob es weiterhin sinnvoll ist, den Zusatz Rhenania im Vereinsnamen zu führen. Bis zu einer Entscheidung dauert es aber noch etwas.
Sportlich verläuft für den TTF Rhenania das Jahr gemischt. Die 2. Herren wird beim Projekt „Wiederaufstieg“ ausgebremst. Besser machen es da die Damen, die durch Bianca Rommerskirchen verstärkt den Sprung in die Verbandsliga schaffen.

2003 Leipzig bewirbt sich für Olympia, Mr. Universum Arnold Schwarzenegger wird Gouveneur in Kalifornien, Michael Schuhmacher sichert sich den 6. Weltmeistertitel und die 2. Herrenmannschaft von Rhenania kehrt in die Bezirksklasse zurück.
Mit Roswitha Lindner ist der Verein nun auch in Verbands- und Bundesgremien vertreten. So wird Roswitha zur Vorsitzenden des Senioren-Ausschusses des WTTV gewählt und bekleidet den Beisitzerposten im Senioren-Ausschuss des DTTB. In den folgenden Jahren wird sie in diesen Posten mehrfach bestätigt.

2004 Deutschland scheidet bei der Fußball Europameisterschaft bereits in der Vorrunde aus und auch bei Rhenania gibt es sportlich keine Highlights zu vermelden.

2005 Wir haben einen Papst! Benedikt XVI. segnet die Jugend auf dem Weltjugendtag in Köln. Ein bisschen kommt da wohl auch für Rhenania rüber, es geht wieder aufwärts mit der Jugendabteilung. Anders sieht es mit der Trainingsbeteiligung im Seniorenbereich aus. Der Vorstand erarbeitet ein Konzept, um diese wieder zu beleben.
Einen ganz besonderen Erfolg feiert der „Dauerbrenner“ Horst Reinhart. Gemeinsam mit seinem Doppelpartner Brocker gewinnt er die Senioren-Europmeisterschaft in Bratislava in der Herren 65 Konkurrenz und holt den ersten internationalen Titel nach Königshof.

2006 Die Vogelgrippe geht um. Doch die Tischtennisfreunde lassen sich nicht anstecken. Die Stagnation des Vorjahres hat sich aufgelöst und nicht zuletzt mit drei Aufstiegen zeigt die Erfolgskurve nach oben.
Ein besonderes Highlight ist am 12. März das 1000. Meisterschaftsspiel in ununterbrochener Reihenfolge von – klar – Horst Reinhart!
Die Diskussion um die Vor- und Nachteile der Beibehaltung des Namenszusatzes „Rhenania“ läuft auf ihren Höhepunkt zu. Da ein neuer, namensgebender Sponsor nicht in Sicht ist, bestehen nur die Alternativen, „mit“ oder „ohne“ Rhenania weiter zu machen. Diese Frage wird schließlich auf der Mitgliederversammlung zur Abstimmung gestellt. Die Versammlung beschließt bei jeweils zwei Enthaltungen und Gegenstimmen, den Zusatz „Rhenania“ beizubehalten.

2007 Doping ist das Thema des Jahres. ARD und ZDF boykottieren Tour de France. Ganz ohne leistungssteigernde Mittel sichert sich die 1. Damen den Klassenerhalt in der Verbandsliga, was nach dem nicht zu kompensierenden Weggang von Bianca Rommerskirchen nicht unbedingt zu erwarten war. Lobend erwähnt sei hier Brigitte Plehn, die in das kalte Wasser „Damen-Verbandsliga“ geworfen wird und sich dort tapfer schlägt.

2008 „Yes, we can“! Barak Obama’s Wahlspruch geht um die Welt, kann aber die angehende Wirtschaftskrise nicht verhindern.
Eine Seuche ganz anderer Art geht bei Rhenania um: Die Abstiegsseuche! Drei Mannschaften müssen sich in der neuen Saison eine Klasse tiefer einsortieren. Besonders bedauerlich der Abstieg der Damenmannschaft aus der Verbandsliga, die aber erfreulicherweise in unveränderter Aufstellung den Wiederaufstieg anstrebt. Die Neuzugänge Sascha Lahn, Manfred Steckelbroeck, Knuth Angenendt und Guido Dinkhoff sollen helfen, das Blatt wieder zu wenden.
Erfolge gibt es, wie in den vergangenen Jahren aus dem Seniorenbereich zu melden. So gibt es Turniererfolge bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften. Hier erringt Horst Reinhart den 3. Platz im Doppel Ü65 mit seinem Partner Manfred Brocker und wird danach sogar noch Vize-Europameister in der selben Spielklasse. Das Damendoppel Lindner/Kipp scheitert bei der Deutschen Meisterschaft 2008 erst im Endspiel.
H.-J. Kleinlosen stirbt völlig unerwartet. Er wird dem Verein fehlen.

2009 Das Wort des Jahres ist „Abwrackprämie“ und ganz Europa fürchtet die Schweinegrippe.
Leider wird im April 2009 mit dem Abstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse ein langjähriger sportlicher Tiefpunkt erreicht. Obwohl Spitzenspieler Detlef Abraham in der Rückrunde meist wieder zum Einsatz kommt, ist die einmal eingefangene "Seuche" nicht mehr abzuschütteln – nein, nicht die Schweinegrippe!
Wie nach solchen Betriebsunfällen üblich wird der direkte Wiederaufstieg als Ziel formuliert; der oberligaerfahrene Neuzugang Ralf Goecke soll dabei 2009/10 von Nutzen sein. In umgekehrter Richtung geht es für die 1. Damenmannschaft. In spielstarker und stabiler Aufstellung marschieren Marina Schumann, Hildgard Schulz, Roswitha Lindner und Anja Baudeck mit 36:0 Punkten durch die Bezirksliga und qualifizieren sich für einen neuen Anlauf in der Verbandsliga. Mit dem spielstarken Neuzugang Luella Zimmermann werden auch dort gute Aussichten gesehen. Die Aufstiege der 4., 5. und 6. Mannschaft deuten einen erfreulichen Trend an.
Frank Kranen beerbt Burkhard Ernst und übernimmt den Vorsitz im Verein.

2010 Im aktuellen Jahr setzt sich der Aufwärtstrend fort. Die Damen spielen eine hervorragende Saison und verpassen als Aufsteiger ganz knapp die Aufstiegsspiele zur Oberliga, die 1. Herren kehrt souverän in die Bezirksliga zurück und auch die 2. Herren darf in der kommenden Saison wieder auf Bezirksebene spielen. Diese Erfolge ermuntern und belegen, dass die Entscheidung, konsequent auf Breitensport zu setzen, die Richtige ist. Die Tischtennisfreundschaft steht im Vordergrund, reinem Leistungsdenken wird Kameradschaft und Freude am Spiel entgegengesetzt. Und hier schließt sich der Kreis zu den sechs Jugendlichen, die sich vor 60 Jahren im christlichen Glauben zusammentaten, um den Sport mit dem kleinen, weißen Ball zu pflegen. Und ob man es nun "Tischtennis" oder "Ping-Pong" nennt - Spaß macht dieser Sport so oder so...
Michael Nagell
Guido Dinkhoff

2010: Erstmals ist mit Südafrika ein afrikanisches Land Ausrichter einer Fußball-Weltmeisterschaft. Der Klang der eindringlichen Vuvuzelas macht auch vor Deutschland nicht halt und ist während der WM Zeit nahezu allgegenwärtig. Deutschland feiert zusammen mit Lena Meyer-Landrut den Gewinn des Eurovision Song Contest. Mit Ihrem doch recht speziellem Gesangsstil und dem Lied „Satellite“ holte sie den Titel nach langjähriger Durststrecke wieder nach Deutschland. Ebenfalls einen Grund zu feiern hatten die Rhenanen in diesem Jahr. Das 60-jährige Vereinsjubiläum wurde im Rahmen einer Sportwoche zusammen mit Gastvereinen und vielen Gratulanten zelebriert und endete mit einer bewegende Jubiläumsfeier im Pfarrheim Königshof, dem ersten Spiellokal des Vereins Anfang der 50er Jahre.
Im Rahmen dieses Jubiläums stellte die Stadt Krefeld auch eine umfangreiche Sanierung der Winand-Teusch-Halle für das kommende Jahr in Aussicht.
Sportlich feierte der Verein den Klassenerhalt der 1. Damen in der Verbandsliga sowie die Aufstiege der 1., 2. und 7. Herrenmannschaft. Den Vereinsmeistertitel sicherte sich wie bereits so oft Detlef Abraham im Einzel. In der Doppelkonkurrenz erwiesen sich Werner Müller und Atilla Bas als das stärkste Doppel.


2011: Der „Arabische Frühling“ hält Einzug in viele Staaten der arabischen Welt (Tunesien, Ägypten, Libyen) und trägt somit zum Sturz einiger totalitärer Regime bei. In Deutschland hingegen stürzt Bundesminister Karl-Theodor zu Guttenberg über die Plagiatsaffäre, was über Wochen hinweg das beherrschende Thema in der öffentlichen Diskussion ist. Sportlich gesehen war das Jahr 2011 für die Rhenanen ein recht konstantes. Der Abstieg der 1. Damenmannschaft aus der Verbandsliga stellt hingegen einen unglücklichen Betriebsunfall dar, den es gilt innerhalb der nächsten Spielzeiten schnell wieder rückgängig zu machen. Unerwartet, jedoch nicht unverdient errang Walter Neikes seinen ersten Vereinsmeistertitel und setzte sich in einem packenden Finale gegen Sascha Lahn durch. Klaus Aengenvoort und Rolf Hannappel sicherten sich den Titel der Doppelvereinsmeister.
Die Winand-Teusch-Halle wurde wie im Vorjahr angekündigt umfangreich saniert.

2012: Aufgrund einiger Ungereimtheiten muss Bundespräsident Christian Wulff (CDU) im Februar des Jahres „seinen Hut nehmen“. Im zweiten Anlauf wird Joachim Gauck zum Nachfolger gewählt und übt nun das höchste Amt im Staate aus. Mit den Olympischen Sommerspielen in London und der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine hatte das Jahr 2012 auch einige sportliche Höhepunkte zu bieten. Leider war für die Deutsche Mannschaft wie in den Vorjahren schon so oft im Halbfinale Endstation. Auch für die erste Damenmannschaft war in der Relegation zum Aufstieg in die Verbandsliga leider Endstation, der erhoffte Aufstieg konnte in diesem Jahr letzten Endes nicht realisiert werden. Der Abstieg dreier Herrenmannschaften sorgte aus sportlicher Sicht für einen weiteren Wehrmutstropfen bei den Rhenanen. Lediglich der Klassenerhalt der ersten Herrenmannschaft in der Bezirksliga sorgte für ein wenig Aufhellung. Vereinsintern setzte sich in diesem Jahr nach einjähriger Unterbrechung wieder Detlef Abraham die Krone auf und bezwang bei den Vereinsmeisterschaften Jörg Pasch im Finale. Im Doppel hingegen sicherte sich Jörg Pasch den Sieg an der Seite von Manfred Louven, mit einem Finalsieg gegen Thomas Derichs und Werner Gollnick.

2013: In diesem Jahr zieht die sogenannte NSA Affäre ihre Kreise, welche durch den US-Amerikaner Edward Snowden aufgedeckt wurde. Es kommt ans Tageslicht, dass die US Geheimdienste systematisch befreundete Regierungen abgehört haben, darunter auch das Handy der deutschen Kanzlerin Merkel. Bei den Bundestagswahlen im Herbst verfehlt diese nur knapp die absolute Mehrheit, so dass es nunmehr zur insgesamt dritten großen Koalition mit der SPD innerhalb der Geschichte Deutschlands kommt. Die FDP verpasst hingegen zum ersten Mal den Einzug in den Bundestag und scheitert an der fünf Prozent Hürde. Sportlich hervorzuheben ist in diesem Jahr sicherlich die Leistung des FC Bayern München. Mit der Meisterschaft sowie dem Gewinn des DFB Pokals und der Champions Leauge sicherten sich die Münchener in diesem Jahr das sogenannte „Triple“. Bei den Rhenanen machte die erste Damenmannschaft in diesem Jahr den langersehnten Aufstieg in die Verbandsliga perfekt. Den sportlichen Aufstieg schafften in diesem Jahr auch die 6. Herren (1. Kreisklasse) sowie die 1. Seniorenmannschaft (Bezirksliga). Roswitha Lindner wurde vom Westdeutschen Tischtennisverband für ihre langjährige Tätigkeit mit dem Albrecht-Nikolai-Pokal ausgezeichnet. Bei den Westdeutschen Meisterschaften errang diese in ihrer Alterskonkurrenz den zweiten Platz, Horst Reinhart errang hier im Einzel Platz drei. Bei den Vereinsmeisterschaften setzte sich die „Jugend“ gegen die „Routine“ durch. Mike Stephan gewann den Titel im Finale gegen Horst Reinhart. In der Doppelkonkurrenz konnte sich Horst Reinhart jedoch an der Seite von Bernd Reimann im Finale gegen Ionut Nedelea und Andreas Plückhahn durchsetzen. Roswitha Lindner gewann bei den Damen den Titel gegen Petra Rußbild. Im Doppel errangen jedoch beide gemeinsam den Vereinsmeistertitel und verwiesen die Paarung Reinhilde Dohrenbusch / Birgit Dreves auf den zweiten Platz.

2014: Die Terrormiliz des sogenannten „Islamischen Staates“ ruft in Gebieten Syriens und des Iraks Mitte des Jahres einen grenzübergreifenden Gottesstaat aus. Massaker an Andersgläubigen und die Unterdrückung von Zivilisten sind an der Tagesordnung. Ein Militärbündnis unter Führung der USA fliegt Luftschläge gegen den IS und unterstützt so den Kampf am Boden, vorrangig durch Kurden und die reguläre irakische Armee. Der militärische Vormarsch des IS konnte so im Laufe des Jahres zumindest gestoppt werden. Der „Ukraine Konflikt“ steht ebenfalls im Fokus der Öffentlichkeit, in welchem sich die ukrainische Armee und russische Separatisten im Osten der Ukraine militärisch gegenüberstehen. Ein erfreuliches Ereignis des Jahres 2014 ist aus deutscher Sicht zweifelsfrei der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Mario Götze sicherte der deutschen Mannschaft durch seinen Treffer zum 1:0 gegen Argentinien nach mehreren Anläufen endlich den vierten WM Titel. Bei den Rhenanen sorgte das Abschneiden der dritten Herrenmannschaft für große Freude. Als Tabellenerster der Kreisliga gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse. Gekrönt wurde die im Vorfeld unerwartete aber hochverdiente Saisonleistung durch den Gewinn des Kreismeistertitels. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die gute Platzierung der ersten Herrenmannschaft im oberen Drittel der Bezirksliga. Ihre Klassen nicht halten konnten leider die erste Damenmannschaft sowie die vierte Herrenmannschaft. Bei den Senioreneuropameisterschaften belegte Horst Reinhart im Doppel den dritten Platz. Roswitha Lindner wurde bei den Westdeutschen Meisterschaften zweite im Einzel. Für ihre Verdienste in der Seniorenarbeit wurde Roswitha Lindner vom Westdeutschen Tischtennisverband zudem mit dem Eberhard-Schöler-Pokal ausgezeichnet. Neuer Vereinsmeister bei den Herren wurde Yiping Zang, durch einen Finalsieg über den Vorjahressieger Mike Stephan. Atilla Bas und Jürgen Rütten errangen den Sieg in der Doppelkonkurrenz und verwiesen die Paarung Mike Stephan / Stefan Probst auf den zweiten Platz. Bei den Damen konnte sich erneut Roswitha Lindner den Vereinsmeistertitel durch einen Finalsieg über Petra Rußbild sichern. Im Doppel gewannen Roswitha Lindner und Petra Rußbild hingegen gemeinsam den Vereinsmeistertitel. Die Paarung Birgitt Dreves / Christa Weiler errang den zweiten Platz.

2015: Bedingt durch die immer noch anhaltenden Auseinandersetzungen im Nahen Osten (Syrien und Irak) kommt es zu großen Flüchtlingsströmen nach Europa und insbesondere nach Deutschland. Der „ewige Kanzler“ Helmut Schmidt stirbt und in der Fußballbundesliga hält die Dominanz der Münchener Bayern mit dem Gewinn der dritten Meisterschaft in Folge weiter an. Der langersehnte Aufstieg der ersten Herrenmannschaft in die Landesliga sowie der Aufstieg der vierten Herren-mannschaft in die eingleisige Kreisliga stellen sicherlich den sportlichen Höhepunkt der abgelaufenen Saison bei den Rhenanen dar. Ebenfalls hervorzuheben sind die Siege von Roswitha Lindner und Horst Reinhart bei den Westdeutschen Meisterschaften im Einzel in ihrer jeweiligen Altersklasse. Seinen Titel als Vereinsmeister verteidigte Yiping Zang und verwies Jürgen Reuland auf den zweiten Platz. Im Doppel setzte sich die Paarung Tobias Stiefel / Stefan Delschen gegen das Doppel Jürgen Reuland / Thorsten Pülmanns durch. Bei den Damen wurde Petra Rußbild Vereinsmeisterin, Daniela Gerdts errang den Vizetitel. In der Doppelkonkurrenz gewannen Brigitte Plehn und Petra Rußbild den Titel durch einen Sieg über Daniela Gerdts und Christa Weiler.

2016: Großbritannien sagt good bye und beschließt nach einem überraschenden Ergebnis des Referendums den Austritt aus der Europäischen Union. Ebenfalls genauso unerwartet für viele gewinnt der Unternehmer Donald Trump die US-Wahlen gegen Hillary Clinton und wird neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. In Deutschland beherrschen weiterhin die Flüchtlingsdebatte sowie die damit einhergehenden Erfolge der AfD die öffentliche Wahrnehmung. Sportlicher Höhepunkt sind die olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro sowie die Fußball Europameisterschaft in Frankreich. Für die deutsche Mannschaft ist im Halbfinale Endstation, die europäische Fußballkrone setzt sich zum ersten Mal Portugal auf. Mit drei Aufstiegen (1. Damen, 3. Herren und 6. Herren) verlief die Saison überaus erfolgreich für die Rhenanen. In der Landesliga konnte sich die 1. Herrenmannschaft ebenfalls sehr gut behaupten. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Roswitha Lindner und Paul Juchems bei den Senioren Weltmeisterschaften im spanischen Alicante. Lindner kam in der Senioren 65 Konkurrenz im Doppel bis ins Viertelfinale und Juchems errang nach seinem Erfolg in der Senioren 85 Doppelkonkurrenz sogar den Weltmeistertitel. Vereinsmeister bei den Herren wurde der souverän aufspielende Oliver Belles, welcher nach dem Finalsieg den erst 13-jährigen Leon Viktora auf den zweiten Platz verwies. Im Doppel setzen sich Sascha Lahn und Jürgen Ruetten gegen Tobias Stiefel und Torsten Pülmanns durch. Vereinsmeisterin wurde Roswitha Lindner, den Vize-Titel errang Ana Kaloudis. Im Doppel sicherten sich beide zusammen den ersten Platz vor der Paarung Christa Weiler / Birgitt Dreves.

Marc-Tobias Preuß